Ausschreibung: „Und wenn wir einfach aufhörten?“ Kulturen des Krieges und des Friedens im Jahr 1917 – „Et si on décidait d’arrêter comme ça, d’un coup“? Cultures de guerre et de paix en 1917

Ausschreibung: „Und wenn wir einfach aufhörten?“ Kulturen des Krieges und des Friedens im Jahr 1917 – „Et si on décidait d’arrêter comme ça, d’un coup“? Cultures de guerre et de paix en 1917

Deutsch-französische Konferenz, Universität Frankfurt am Main, 27.-29.9.2017. 

Die Tagung dient dem intensiven Austausch deutscher und französischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern über den Ersten Weltkrieg und dessen Erinnerungskulturen in Literatur und Kunst. Spezialisten und jüngere Forscher aus den Geschichts-, Literatur-, Kultur- und Sozialwissenschaften werfen eine in doppelter Hinsicht vergleichende Perspektive auf das Jahr 1917 und seine Friedensinitiativen. Zum einen geht es darum, den Manichäismus der nationalen Geschichtsschreibungen durch eine deutsch-französische Perspektive zu ersetzen, in der die dringlich erscheinende Forderung nach einem Kriegsaustritt, der ohne die Perspektive eines militärischen Sieges auskommt, in seiner historischen Dimension komparativ rekonstruiert ist. Zum anderen geht es mit Blick auf das Gedenkjahr 2017 darum, die Erforschung der Kriegsausgänge („sorties de guerre“) aus einer interdisziplinären, die verschiedenen historischen Geistes- und Sozialwissenschaften bündelnden Perspektive als mehrdimensionales Phänomen zu beleuchten. Dies trägt zu einem kompletteren Verständnis des Ersten Weltkriegs und der mit ihm verbundenen wissenschaftlichen, politischen und künstlerischen Herausforderungen von 1917 bis heute bei. 

Die Ausschreibung richtet sich an Doktoranden und Post-Docs der historischen Geisteswissenschaften, also z.B. der Geschichte oder der Romanistik, und anderer Geisteswissenschaften, wie z.B. der Politologie, Soziologie oder Rechtsgeschichte.  

Diese sind eingeladen, eigene Forschungsergebnisse zum Kongressthema vorzutragen. Es sind insgesamt acht Vorträge offen, das heißt jeweils zwei Vorträge in den folgenden Sektionen: 

  • Sektion 1: Wann und für wen endete der Erste Weltkrieg? // Section: Quand et pour qui s’achève la Première Guerre mondiale? 
  • Sektion 2: Kriegseintritt der USA und Kriegsaustritt Russlands: Wege zu einer neuen Weltordnung? // Section: Lʼentrée en guerre de États-Unis et sortie de guerre de la Russie: vers un nouvel ordre mondial? 
  • Sektion 3: Aufhören: das Ende des Ersten Weltkriegs in den literarischen und visuellen Kulturen (1917-2017) // Section: En sortir: la fin de la Première Guerre mondiale dans les cultures littéraires et visuelles (1917-2017) 
  • Sektion 4: Trauma und Verstümmelung: der endlose Krieg // Section: Traumatismes et mutilations: la guerre sans fin 
 

Die Kongresssprachen sind Deutsch und Französisch, im Einzelfall auch Englisch. 

Richten Sie bei Interesse Ihre Bewerbung bitte an folgende Mailadressen: 

französischsprachige Beiträge: monnetpierre@gmail.com  

deutschsprachige Beiträge: Bruendel@em.uni-frankfurt.de 

Die Bewerbung (Deadline am 15. Mai 2017) sollte umfassen: Lebenslauf, Titel des Vortrags und Resümee (250-300 Wörter). 

Eine Auswahlkommission der beteiligten Institutionen wird auf der Basis der Anträge eine Auswahl treffen. Im Falle einer Zusage werden die Fahrt- und Übernachtungskosten übernommen. 

Organisation: 

Prof. Dr. Pierre Monnet: Institut Franco-Allemand de Sciences Historiques et Sociales de Francfort/Main 

Dr. Steffen Bruendel: Forschungszentrum Historische Geisteswissenschaften, Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main 

Dr. Frank Estelmann: Institut für Romanische Sprachen und Literaturen, Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main